Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Zella-Mehlis mbH (SWG) entstand aus der Kommunalen Wohnungsverwaltung Zella-Mehlis – früher VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Zella-Mehlis. Am 1. September 1993 wandelte die Stadt Zella-Mehlis ihre als Eigenbetrieb geführte Kommunale Wohnungsverwaltung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und übertrug gleichzeitig das Geschäftsvermögen.

Der Zweck der Gesellschaft bestand von Beginn an in der sicheren und sozialen Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum. Darüber hinaus errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet die SWG eigene als auch fremde Wohn- und Gewerbeobjekte.

Der Bestand der SWG umfasst 667 Wohnungen. Alle wurden im Verlauf der vergangenen zwei Jahrzehnte sukzessive saniert und bieten so modernen Wohnstandard. Nicht zuletzt die niedrige Leerstandsquote der SWG belegt den hohen Wohnkomfort und die attraktive Lage der Mietobjekte.

Seit Januar 2007 hat die SWG ihren Firmensitz gegenüber dem Rathaus. Im Erdgeschoss des ursprünglich als Bankhaus errichteten historischen Objektes wurde eine Begegnungs- und Kommunikationsstätte errichtet.

Das Haus selbst wurde im Jahr 1906 von den Kaufleuten Wilhelm Wachenfeld aus Schmalkalden und Friedrich Jacob Gumprich aus Neustadt an der Haard als Filiale des Bankhauses Wachenfeld & Gumprich, Schmalkalden erbaut.

Da nach dem zweiten Weltkrieg kein Anspruch von neu zugelassenen Kreditinstituten auf das Haus gestellt wurde, ging das Anwesen 1948 in das Eigentum des Landes Thüringen über. Die Überführung in Volkseigentum erfolgte 1961 mit der Rechtsträgerschaft Rat des Kreises Suhl.

Nach der Wende wurde durch die Oberfinanzdirektion Erfurt das Objekt dem Landkreis Suhl zugeordnet. Nach der Gebietsreform 1994 wurde als Rechtsnachfolger der Landkreis Schmalkalden-Meiningen Eigentümer.

Von 1949 bis 1991 beherbergte das Haus zahlreiche Ämter und Behörden zuständig für Kinder- und Jugendbetreuung, Volksbildung, Schulverwaltung, Sozialamt, Hygieneinspektion, Gesundheitsamt, Veterinärwesen sowie Brand- und Katastrophenschutz. Von April 1991 bis zum Freizug im November 1994 hatte sich übergangsweise die Sparkasse hier eingemietet. Danach stand das Haus leer, was der Gebäudesubstanz stark zusetzte.

Nach jahrelangen Bemühungen des Landkreises um einen Investor wurde das Haus einschließlich des angrenzenden Verwaltungsgebäudes am 20.12.2004 der Stadt Zella-Mehlis zum Kauf angeboten. Die Stadträte beschlossen, den Kauf des Objektes und die erforderliche Sanierung in die Hände der SWG zu geben. Bund, Land und die Stadt Zella-Mehlis förderten das Sanierungsprojekt aufgrund der zu erwartenden Aufwertung des Innenstadtbereiches großzügig. 

 
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